Flatrate für Schuhe? Verbraucherzentrale warnt vor Schuh-Abo

by Elke on 18. Mai 2011

in Allgemein

Schuh-Flatrate

Das Münchener Unternehmen Heels & Pumps hatte die originell klingende Idee einer Flatrate für Schuhe. Aber was sich für schuhverrückte Frauen nach unbegrenztem Kaufrausch zum All-inclusive-Tarif anhört, wertet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen als klassisches Abo mit allen seinen typischen Nachteilen, dabei jedoch geringer Auswahl und ungünstigem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Schuh-Flatrate: neun Paar High Heels für 180 Euro plus Versandkosten

Für 180 Euro zuzüglich einer Versandkostenpauschale von 15 Euro kann die Schuhliebhaberin sich drei Monate lang jeden Monat drei paar Schuhe aus dem Sortiment auswählen, das in drei Segmente unterteilt ist: klassisch-elegant, gewagt-sexy und jahreszeitlich-trendig. Allerdings stellt sich das Angebot zumindest bisher als sehr überschaubar dar, alle zur Auswahl stehenden Modelle sind mit extrem hohen Absätzen ausgerüstet, während von Formenvielfalt keine Rede sein kann. Sämtliche High-Heels in den Größen 36 bis 41 bestehen außerdem aus PU oder Stoff, Lederschuhe sind gar nicht vertreten.
Dies galt jedenfalls für die Produktpalette mit 17 verschiedenen Modellen, die Heels & Pumps Anfang des Monats April 2011 im Programm hatte, wobei künftige Erweiterungen wünschenswert sind.

Eingeschränktes Umtauschrecht und automatische Vertragsverlängerung

Die größten Kritikpunkte der Verbraucherzentrale sind jedoch die automatische Verlängerung des ungekündigten Vertrages um drei Monate und das vertraglich eingeschränkte Umtauschrecht. Wer vergisst zu kündigen, muss drei weitere Monate Plastikschuhe für insgesamt 195 Euro beziehen und darf innerhalb der Dreimonatsspanne jeweils nur ein Mal ein Paar umtauschen. Wenn also die Größe nicht passt oder die Farbe nicht gefällt, trägt bei acht Schuhpaaren der Kunde das alleinige Risiko.

Trotz allem, die Idee übt einen unbestreitbaren Charme aus und wird sicher noch andere Schuhhändler zu neuen Verkaufsmodellen inspirieren. Bis es soweit ist, wird das ungehemmte Schuh-Shopping zum Fixpreis jedoch leider ein unerfüllter Traum bleiben.

Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

Bildnachweis: aboutpixel.de / Schuhverkauf @ kede

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