Gummistiefel: Vor- und Nachteile der trendigen Allwetterschuhe

by Elke on 20. April 2011

in Schuhe

Gummistiefel

Gummistiefel, die praktischen Arbeitstreter, die im späten 19. Jahrhundert bei Fischern und Landarbeitern beliebt wurden, sind längst zum Modehit aufgestiegen. Ihre Vorteile liegen darin, dass sie vor Regen und eindringender Feuchtigkeit schützen, dabei leicht abwaschbar sind und keiner besonderen Pflege bedürfen. Bei starker Verschmutzung reichen eine Bürste und ein Bad unter dem Wasserstrahl. Da viele Gummistiefel über extra dicke Profilsohlen verfügen, bieten sie guten Halt auf allen anspruchsvollen Untergründen, vom unebenen Waldboden bis zur durchnässten Wiese. Und mit aktuellen von Designerhand kreierten Modellen brauchen sich auch modebewusste Frauen bei Matschwetter keine nassen Füße mehr zu holen.

Nachteil der Gummistiefel: keine Atmungsaktivität

Aber auch der Gummischuh hat einen erheblichen Nachteil, der sich aus seinem Material ergibt. Denn selbst das heutige moderne Plastikgemisch hält Feuchtigkeit nicht nur von außen ab, sondern konserviert sie auch im Inneren. Fußschweiß sammelt sich so im Schuh und führt dazu, dass die Füße schnell feucht werden. Auch angesagte High-Tech-Modelle aus Kautschuk, die zumindest ein bisschen Durchlässigkeit versprechen, können diese Entwicklung nur verzögern, aber nicht gänzlich vermeiden. Fußschweiß aber riecht nicht nur unangenehm, sondern die feuchte Haut bietet auch ein erhöhtes Risiko für Fußpilz und Verletzungen. Blasen und Scheuerstellen können sich leichter bilden, ohne in dem weichen Plastikstiefel frühzeitig bemerkt zu werden.

Tipps zum richtigen Tragen von Gummistiefeln

Gummistiefel bieten dem Fuß zwar wegen ihrer lockeren Schnittführung wenig Halt, sind aber dennoch nicht per se schlecht für die Füße. Vielmehr kommt es im Wesentlichen darauf an, sie nicht zu lange und zu häufig zu tragen, sondern Füßen und Stiefeln zwischendurch genug Zeit zum Trocknen und Regenerieren zu lassen.
Um Fußschweiß aufzusaugen, sollte jeder Gummistiefelfan darin Socken aus saugfähigen Materialien wie Wolle oder speziellen Kunstfasern tragen und diese häufig genug wechseln. Zusätzlich können Einlegesohlen aus natürlichen Materialien, zum Beispiel aus Lammfell, die Schweißbildung verringern und gleichzeitig angenehm wärmen. Nach jedem Tragen sollten die Stiefel ausreichende Zeit zum Trocknen bekommen, bis die Feuchtigkeit restlos verflogen ist. Wer häufig im Regenwetter draußen unterwegs ist, legt sich daher am besten gleich ein zweites Paar zu.

Bildquelle: aboutpixel.de / Barfuss © Frank Zunker

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