Hallux valgus – was hilft gegen die Fehlstellung?

by Elke on 15. August 2011

in Schuhe Ratgeber

Hallux valgus

Hallux valgus, auch Ballenfuß, Ballenzeh oder Beulenfuß genannt, ist eine in westlichen Industriestaaten weit verbreitete Fehlstellung der Zehen, unter der vor allem Frauen leiden. Der große Zeh neigt sich dabei nach außen in Richtung der anderen Zehen, wenn die Schrägstellung mindestens 10 % beträgt, spricht man von einer medizinisch relevanten Verformung.

Hallux valgus – Folgen für Gelenk und Muskulatur

Auf lange Sicht kann Hallux valgus zu Arthrose führen, da das Großzehengelenk wegen der unnatürlichen Belastung schneller verschleißt, außerdem können schwerwiegende Haltungsschäden entstehen. Allerdings muss nicht jeder Hallux valgus, selbst in optisch auffälliger Ausprägung, auch mit Schmerzen verbunden sein. Viele Betroffene kommen mit einer erheblichen Biegung ohne Beschwerden durch ihr Leben, während manche mit nur leicht gebogenem Zeh darunter empfindlich leiden.
Wer Schmerzen hat, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen und über Behandlungsmethoden nachdenken, falls Schienen oder federnde Einlagen den Schmerz nicht lindern, kommt schließlich eine Operation in Betracht.

Die richtigen Schuhe bei schmerzhaftem Ballenzeh

In leichteren Fällen lassen sich mit den richtigen Schuhen vielleicht die Symptome noch lindern oder wenigstens die weitere Verkrümmung vermeiden. Zwar sind die Ursachen für Hallux valgus vielfältig, die Verformung kann durch eine Bindegewebsschwäche oder auch genetische Veranlagung bedingt sein. Enge, hohe Schuhe jedoch verstärken die Symptome in jedem Fall. Denn in High Heels wird das Gewicht stark auf den Ballen verlagert, sodass eine große Last auf dem Vorderfuß liegt. Gleichzeitig werden die Zehen in den engen Schuhspitzen zusammengedrückt. Natürlich spricht nichts dagegen, ab und zu schicke Pumps zu tragen, aber dazwischen sollten die Füße immer ausreichend Gelegenheit bekommen, sich zu regenerieren. Aus orthopädischer Sicht eignen sich dafür am besten flache Zehentrenner, in denen die Zehen sich ungehindert spreizen können. In der kälteren Jahreszeit sind nur Schuhe mit sehr viel Spielraum im vorderen Bereich angezeigt. Noch besser hilft aber häufiges Barfußlaufen, da es ein zusätzliches Muskeltraining bietet und auch noch die beteiligten Sehnen und Gelenke stärkt.

Bildquelle: 489182_R_by_Grey59 / pixelio.de

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