Hundeschuhe – Pfotenschutz für Vierbeiner

by Elke on 29. Juli 2011

in Schuhe Ratgeber

HundeschuheZugegeben, bemäntelte Zwergpudel mit Puschen und Schleifchen im Haar führen uns immer wieder vor Augen, welche absurden Ausmaße die Vermenschlichung von Haustieren annehmen kann. Aber in modernen Städten oder auf anspruchsvollen Bergrouten lauern tatsächlich einige Gefahren, auf die selbst Hundepfoten nicht vorbereitet sind und gegen die Hundeschuhe als Schutz ihre guten Dienste leisten.

Hundeschuhe gegen Streusalz und scharfkantige Untergründe

Im Winter kann vor allem Streusalz zu Verletzungen und Schmerzen führen, aber auch scharfkantige Straßenbeläge wie Split können Risse in den Pfoten verursachen, die dann jeden Gang zur Qual machen. Manch ein Hundebesitzer wäscht nach jedem winterlichen Spaziergang die Pfoten mit warmem Wasser ab und trägt anschließend schützende Fettcreme auf. Bei dieser zeitraubenden und anstrengenden Prozedur können aber immer noch Salzrückstände zurückbleiben, während der Hund nur unzureichend vor neuen Verletzungsgefahren geschützt ist.

Hundeschuhe sind in allen erdenklichen Preisklassen aus unterschiedlichen Materialien erhältlich. Zu den beliebtesten Modellen zählen wasserabweisende Gummischlupfschuhe mit Klettverschluss, die sich leicht an- und ausziehen lassen. Aber Kunstleder, Fleece, Nylon, Leder oder Neopren weisen je nach Einsatzgebiet alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile auf. Ein besonderes Augenmerk sollte bei Hundeschuhen immer auf einer rutschfesten Sohle liegen. Denn in Schuhe verpackt muss der Hund plötzlich auf seine natürliche Haftung der Pfoten verzichten, die mit Krallen wie Spikes und einem Feinprofil, das optimal auf glatten Flächen Halt findet, von der Natur perfekt konzipiert wurde.

Hundeschuhe selber basteln

Wer kein Geld für teure Hundeschuhe ausgeben möchte, kann mit etwas näherischem Geschick auch ganz individuelle Pfotenschützer selbst basteln. Aus einem wasserabweisenden Oberstoff, einem weichen Futterstoff und einer genoppten Sohle können schnell einfach genähte Säckchen entstehen, die oben mit Schnürsenkeln gebunden werden. Für die Unterseite eignen sich die Sohlen alter Kinderschuhe oder auch Noppensocken.
Auch wenn sich alle Vierbeiner anfangs gegen die ungewohnte Einschränkung wehren und instinktiv versuchen, die Schuhe abzustreifen, lassen sie sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zumeist ganz unproblematisch anziehen und finden darin schnell zu ihren natürlichen Bewegungen.

Bildquelle: Marina Großmann / pixelio.de

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