Laufen mit Laufschuhen oder barfuß – was ist besser?

by Elke on 17. Januar 2012

in Allgemein, Schuhe Ratgeber

Laufschuhe

In den 70er und 80er Jahren war es ein regelrechter Trend: Bei Olympischen Spielen und anderen Leichtathletik-Wettkämpfen fielen immer wieder herausragende Barfußläufer auf den Bahnen auf.
Dann allerdings setzte die Kehrtwende in Richtung Sportschuhe ein. Auch wenn kaum wissenschaftliche Untersuchungen über das Für und Wider des Barfußlaufens veröffentlicht wurden, griff die Mehrheit der Läufer zu hochtechnisierten Laufschuhen, die nach Angaben der Hersteller Verletzungsgefahren verringern sollten. Denn Bänder, Gelenke und Muskeln, die beim Aufprall hohen Belastungen ausgesetzt sind, sollen durch die dämpfenden Sohlen geschont werden.

Barfußlaufen als natürlicher Bewegungsablauf

Heute weisen einige Sportmediziner wieder auf die Vorzüge des unbeschuhten Laufens hin, denn schließlich ist der menschliche Fuß von der Natur dafür vorgesehen, ohne Schutz auf dem Untergrund aufzusetzen. Seit Jahrhunderten bewegen sich die Menschen barfuß fort, und in Afrika und anderen Teilen der Welt ist es noch heute in vielen Regionen üblich, mehrere Kilometer täglich ohne Schuhe im Schnelltempo zurückzulegen.
Einige Experten gehen sogar so weit, die häufigen Verletzungen im Leistungslaufsport, die vor allem Sprunggelenke, Knie- und Hüftbereich betreffen, auf die Laufschuhe zurückzuführen. Dr. Craig Richards etwa, ein international anerkannter Experte zu diesem Thema, hat sich im Jahr 1998 auf das Barfußlaufen umgestellt und beobachtete seither, dass er ohne Schuhe erheblich seltener von Sportverletzungen betroffen ist.

Laufpraxis vorsichtig umstellen und Verletzungen vermeiden

Ein weiterer Vorteil des Barfußlaufens ist nach Angaben einiger Sportmediziner eine Verbesserung der Muskeltätigkeiten verschiedener Muskelgruppen, die in Schuhen weniger beansprucht werden als im natürlichen Bewegungsablauf. Dafür ist der ungeschützte Fuß anderen Gefahren ausgesetzt, auf die er sich nach Jahren in Schuhen erst wieder einstellen muss.
Schließlich wird jeder Läufer selbst herausfinden, welche Art ihm persönlich am besten liegt. Wer sich jedoch vom Laufen in Schuhen umstellen möchte, sollte mit Bedacht vorgehen, sich zuvor eingehend über die Risiken informieren und dann langsam und stetig seine Laufpraxis verändern. Dabei sollte vor einem Training im Freien natürlich das Laufband die erste Station sein.

Bildquelle: Marco Kröner / pixelio.de

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