Monkstrap, der extravagante Herrenschuh

by Elke on 22. September 2011

in Schuhe

Monkstrap

Ein Monkstrap, abgeleitet vom Mönchsschuh des 15. Jahrhunderts, ist an seinem klassisch-schnörkellosen Grundschnitt und einer oder zwei Schnallen statt Schnürverschluss zu erkennen. In den verschiedenen Subkulturen feiert er alle Jahrzehnte sein Comeback als Kultschuh, und auch in der traditionellen Herrengarderobe hält er in der schlichten Ausführung bis heute seinen festen Platz.

Begriffsherkunft: Monkstrap von Mönchssandale

Alpenländische Mönche der frühen Neuzeit trugen zwar nur entfernt ähnliche Schuhe, da sie noch mit abenteuerlichen Schnürmethoden zu kämpfen hatten, bevor der quer verlaufende, leicht bedienbare Schnallenverschluss erfunden wurde. Aber der seit Anfang des 20. Jahrhunderts existente und als solcher bezeichnete Monkstrap erhielt zumindest von klösterlichen Vorläufern seinen Namen. Zumeist weist ein Monkstrap einen Derbygrundschnitt auf, er kann glatt oder auch mit Lochverzierungen als Brogue daherkommen. Je nachdem, ob der Schuh mit einer oder zwei Schnallen geschlossen wird, wird er gegebenenfalls als Doppelmonk bezeichnet.
Das Zwittermodell zwischen klassischem Schnürschuh und lässigem Loafer findet seine Anhänger vor allem aus Gründen der Bequemlichkeit, denn lästiges Schnüren fällt ebenso weg wie Ärger mit reißenden Schnürsenkeln. Einige harte Kerle allerdings betrachten die auffälligen Schnallenschuhe als affektierte Dandy-Accessoires.

Monkstraps zur richtigen Hose kombinieren

Monkstraps wirken immer ein wenig extravagant und bergen auch in der Kombination kleinere Tücken. Die Schnallenschuhe für Unangepasste sollten mit einer unten eng zulaufenden Hose kombiniert werden, die nicht zu lang ausfällt. Denn in einem weiten, aufliegenden Hosenbein können sich die Schnallen zu leicht verfangen. Zur engen Hose macht ein spitzer Schuh einen besonders großen Fuß, und mit auffälligen Schnallen entsteht leicht ein unkonventioneller Look, der an die Wave-Szene der 80er Jahre erinnert.
Unauffällige Schuhmodelle können sich aber heute selbst zum Businessoutfit sehen lassen, während sie zu Jeans und anderen legeren Hosen ruhig etwas origineller ausfallen dürfen. Und neuerdings können sich sogar Frauen in Monkstraps mit oder ohne Absatz im angesagten Dandy-Diven-Look präsentieren.

Bildquelle: Rainer Ersfeld, Wikipedia.org

Leave a Comment

Previous post:

Next post: