Schuhe in der Antike

by Elke on 6. August 2011

in Allgemein

Antike Schuhe

Schuhe waren in vielen Regionen der Welt schon vor mehreren Tausend Jahren bekannt. Aber in den antiken Hochkulturen erreichten sie in Europa und im Orient eine besondere Bedeutung als Standessymbol, und in einigen Teilen entwickelten sie sich bald zum Allgemeingut.

Schuhe im Alten Ägypten und Griechenland

Schon im Alten Reich waren in Ägypten Schuhe mit Sohlen aus Schilfrohr in Gebrauch, die mit einem Riemen um den Knöchel gehalten wurden. Seit der 19. Dynastie, etwa 1290 v.Chr., kamen auch Lederschuhe auf, vor allem die Zehenstegsandale mit quer über den Fuß verlaufendem Halteriemen ist durch zahlreiche Wand- und Vasenmalereien berühmt geworden. Allerdings waren Schuhe lange Zeit Priestern und Pharaonen vorbehalten. So war ein hochgeachteter Berufsstand der des Sandalenträgers.
Auch in Griechenland unterschied schon das Tragen von Schuhen einen freien Bürger von einem Sklaven, in Rom dagegen wurden die Abstufungen differenzierter.

Schuhe im antiken Rom: Caliga und Carbatina

Römische Legionäre verrieten ihren Rang durch die Dicke der Schuhsohle und die Anzahl der Riemen an ihren hochgeschnürten Stiefelsandalen: Je dünner die Sohle und je höher die Anzahl der Riemen, desto weiter oben auf der Leiter befand sich der Träger.
Die benagelte schwere Sandale des Legionärs nannte sich Caliga und stand in seiner Verniedlichungsform Pate für den Rufnamen des Kaisers Caligula. Außer diesem Sandalenstiefel gab es für römische Bürger noch die Carbatina, einen einfachen Halbschuhe aus einem Stück Leder, das ausgestanzt und mit einer Schnürung oben auf dem Fuß gehalten wurde. Frauen trugen zwar die gleichen Grundformen wie die Männer, aber schon damals setzte sich die Damenschuhmode mit jeder Menge Farbe und Schmuckbesätzen auffallend in Szene.
Nur einer durfte jedoch rote Schuhe tragen: Der purpurfarbene Calceus mulleus mit hoher Sohle gehörte zur traditionellen Königstracht und zeichnete allein den Kaiser aus.

Bildquelle: Matthias Kabel, Wikipedia.org

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