Springerstiefel, Doc Martens & Co

by Elke on 8. Mai 2011

in Schuhe

Springerstiefel

Springerstiefel, ihrer ursprünglichen Wortbedeutung nach die Kampfstiefel der Luftlandetruppen der Bundeswehr, haben sich schon vor Jahrzehnten auch bei Sport-Fallschirmspringern durchgesetzt. In den gut gepolsterten und eng um den Knöchel verlaufenden Stiefeln sind die Sprunggelenke bestmöglich geschützt. Ein höherer Absatz ermöglicht das bessere Abrollen des Fußes, während Stahlkappen, die eine erhöhte Verletzungsgefahr beim Sprung bergen können, an den Originalen noch nichts zu suchen hatten.

Springerstiefel zum Bergsteigen und Stahlkappenmodelle gegen Verletzungen

Umgangssprachlich hat sich die Bezeichnung Springerstiefel inzwischen für alle möglichen robusten Schnürschuhe durchgesetzt und wird seit den 90er Jahren vor allem mit den knallbunten Kulttretern von Doc Martens in Verbindung gebracht. Nachdem die Knobelbecher zunächst in der Skinhead-Szene Verbreitung gefunden hatten, machten die Punks sie mit schrill besprühten und bemalten Verzierungen ebenfalls zu ihrem Modesymbol, bevor sie die Gothics zum Kult erhoben. Irgendwann konnte keiner mehr so recht zuordnen, welches Statement der Schnürboot eigentlich abgibt, und inzwischen darf sich getrost auch jeder unpolitische Mensch zum Bergwandern oder anderen Outdooraktivitäten darin nach draußen wagen. Die Ausführungen mit Stahlkappen haben sich vor allem bei Heavy-Metal-Konzerten und ähnlichen gefahrgeneigten Events bewährt, bei denen sie Tritte auf die Zehen optimal abfedern.

Aktuelle Springersteifel von Versace, Bikkembergs und Gaetano Navarra

Bereits in der vergangenen Wintersaison machten einige Designer mit Springerstiefeln auf sich aufmerksam, die in Lack daherkamen, mit ultrahohem Schaft beeindruckten oder mit zusätzlichen Reißverschlüssen oder Schnallen für Blickpunkte sorgten. Versace, Bikkembergs und Gaetano Navarra schoben den Trend an, den inzwischen auch Swedish Hasbeens, Michael Michalsky und andere angesagte Labels aufgriffen.
Ob Doc Martens oder die neuen Edelversionen, neuerdings dürfen sie in farblich schlichter Ausführung sogar schon zum Anzug kombiniert werden. Während es allerdings in der Freizeit erlaubt ist, die Hosenbeine in die Stiefel zu stecken, wird sich dieser Style im Büro wohl nicht so bald durchsetzen.

Bildquelle: www.JenaFoto24.de / pixelio.de

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